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Historie

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1317
Bereits im Jahre 1317 wurde das Dorf Schwarzbach verbunden mit dem Rittergut Brattendorf urkundlich erwähnt. Der Bau des Schlosses und des Rittergutes erfolgte etwa um 1400.


1400
Zwischen dem Grafen von Schwarzburg und dem Bischof von Würzburg kommt es zu einer Auseinandersetzung. Die Truppen des Bischofs lagern in Schwarzbach im Wirtshaus an der Mühle. Dessen Besitzer, Hans Marschal von Kunstadt braut erstmals selbst Bier.

1401
Eisfeld brennt vollständig ab, auch soll es keine Brunnen mehr gegeben haben. Um so wichtiger wurde das Bier aus Schwarzbach.


1517
Bau der seit alters her als Wallfahrtsort bekannten Kirche in Schwarzbach.

1634
Zerstörung des Schwarzbacher Schlosses sowie des Rittergutes Brattendorf während des 30-jährigen Krieges durch Brand, den ein kroatisches Regiment gelegt hatte.


1661
Wiederaufbau des Schwarzbacher Schlosses.

1662
Erste urkundliche Erwähnung der Tranksteuer.


um 1720
Neubau eines Brauhauses. Ein Schlossbediensteter war Braumeister.

1721
Am 10. Januar wurde für Schwarzbach und Brattendorf das Brau- und Schankrecht vom Grafen verliehen.


1724
Erstellung des Wappens am Schloss

1800
Die Brauerei wird in einer Klageschrift erwähnt.


1847
Der Kaufmann Braun aus Coburg kauft die Brauerei und beide Rittergüter Schwarzbach und Brattendorf.

1851
Am 2. Juli erwirbt der Kaufmann und Gastwirt Peter Trier aus Veilsdorf die Schwarzbacher Schloßbrauerei, sowie die Gaststätte „Zum Schloß“ für seinen Sohn Emil Trier.


1852
Auch die Rittergüter Schwarzbach und Brattendorf werden durch den Kaufmann Braun an die Gemeinden verkauft und hören damit auf, in ihrer ursprünglichen Form zu exisitieren.

1854
Peter Trier erwirbt auch das Schloß in Schwarzbach.


1866
Während des Krieges zwischen Österreich und Preußen ist die Brauerei Lieferant für die Bayrische Armee. Anstatt jedoch in die Schlacht zu ziehen, saßen die Bayern in Schleusingen auf dem Markt und tranken Bier. Der Soldat Engelhard aus Schwarzbach hat dabei soviel Bier organisiert, dass er nach der Sauferei entlassen wurde. Er kam zum Gespött der Dorfbevölkerung ohne Gewehr nach Hause. Der Finnische Dichter Alexis Kivi verarbeitete diesen Stoff zur Komödie „Der Bierausflug nach Schleusingen“, einem Stück heutiger finnischer Nationalliteratur.

1902
Hermann Trier kauft das Wasserrecht unterhalb der Brauerei inklusive Wasserkraft, Mühlrad, Mühlteich und Mühlgraben. Nach Kauf eines Dynamos konnte erstmals Strom, allerdings nur für die Gaststätte erzeugt werden. Bedingt durch den chronischen Wassermangel am Ort, mußte der letzte Gast den Wasserschieber zum Mühlrad schließen und damit das Licht im Gasthaus löschen. An Stelle des einstigen Mühlteiches befindet sich heute die biologisch arbeitende Kläranlage der Schloßbrauerei.


1927
Sudhausneubau durch Otto und Fritz Trier.

1935-39
Neubau von Gär-, Lager- und Hefekeller sowie Umstellung der Kälteversorgung von Eis auf Kühlmaschinen mit direkter Verdampfung. Ankauf von Gaststätten in Eisfeld, Gießübel und Suhl. Als Lohn für all die investierte Arbeit und Geld erhielt die Schloßbrauerei im Jahre 1938 eine Auszeichnung als Betrieb mit modernster Einrichtung im Kreis.


1949
Entschädigungslose Enteignung der damaligen Besitzer, den Brüdern Otto und Fritz Trier. Während Fritz Trier in Schwarzbach verblieb, ging Otto Trier mit seiner Frau Resa und seinem Sohn Peter den Rennsteig entlang nach Lichtenberg im Frankenwald. Dort pachtete er die Sonnenbräu, eine kleine Brauerei, die er später erwarb und ausbaute. So konnten die altbewährten Thüringer Rezepte in die Sonnenbräu eingebracht werden. Diese Rezepte sind heute noch die Grundlage für ein breites Sortiment an Bierspezialitäten und Basis für die Entwicklung neuer Produkte.

1990
Nach dem Rückkauf kann der Neuanfang beginnen


1990 bis 2000
In den ersten Jahren nach der Wende wurde in ein neues Sudhaus, eine brauereieigene Kläranlage, neue Lagerkeller, eine Flaschenreinigungsanlage sowie diverse Brauereitechnik investiert. Wichtigster Punkt in dieser Zeit war allerdings der Aufbau und Sicherung des Kundenstammes.

ab 2001
Unter der neuen Geschäftsleitung Christel und Oliver Nowak wurde eine zweite Stufe umfangreicher Sanierungsarbeiten und Investitionen in Angriff genommen. Hierzu zählen die Anschaffung einer Be- und Entpalettierung, der Erwerb einer Flaschenvollinspektionsanlage, einer neuen Flaschenfüllmaschine, einer hochmodernen Abfüllanlage für KEG-Bierfässer, eines neuen energieeinsparenden Kochsystems im Sudhaus sowie einer 600 m² und einer 1.000 m² großen Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung. Weiterhin wurde in eine moderne Bierfiltration und 2010 in den Neubau einer über 1.000 m² großen Lagerhalle in Schwarzbach investiert. In der Summe wurden bis jetzt über 2,1 Millionen Euro aufgewendet. Alle Neuanschaffungen, wie auch die Erneuerung des Fuhrparks mit modernen, kraftstoffsparenden LKWs und PKWs, dienen der massiven Einsparung von Energie und der Reduktion von Emissionen, um die Umwelt zu schonen und die Schlossbrauerei auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu halten.